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Fachärztin für Plastische Chirurgie, Frankfurt

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Brust


Brust

Bei der Notwendigkeit einer Brustdrüsenentfernung aufgrund eines bösartigen Krankheitsgeschehens besteht die Möglichkeit der Brust-Sofortrekonstruktion - in einer Operation direkt im Anschluß an die Brustamputation.

Studien haben gezeigt, dass dadurch nicht nur hervorragende ästhetische Resultate möglich sind, sondern auch das durch den Brustverlust entstehende psychische Trauma der Patientin deutlich gemildert werden kann. Die Auswahl der mannigfaltigen Verfahren zum Brustaufbau hängt von der körperlichen Situation der Patientin ab und sollte in mehreren Gesprächen zusammen mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Obwohl die moderne plastisch-rekonstruktive Chirurgie eine Vielzahl von OP- Techniken anbieten kann, die je nach individueller Gegebenheit der Patientin im Einzelfall besprochen und angepasst werden können, gelangen derzeit lediglich ein Bruchteil der jährlich in Deutschland brustamputierten Frauen zur Rekonstruktion und nur wenige der zertifizierten Brustzentren kooperieren mit einer Abteilung für Plastische Chirurgie. Wünschenswert wäre eine Etwicklung hin zu einem verbesserten Dialog zwischen den Fachrichtungen und eine bessere Aufklärung, damit auch diese Patientinnen von den modernen Verfahren der Brustrekonstruktion profitieren können. Leider gibt es Bestrebungen seitens des Gesetzgebers, einen wichtigen Teil der  freien mikrochirurgischen Gewebetransplantationen im Vergütungsskatalog herunterzustufen, was zur Folge haben würde, daß diese modernen und schonenden Techniken von den Kliniken nicht mehr oder nur noch mit Defizit angeboten werden können.


 

Implantant-Wiederaufbau:

Ein schneller und unkomplizierter Brustwiederaufbau kann in einer ca. 1-stündigen Operation durch das Einbringen eines Expanders/ Implantats durchgeführt werden. Bei Gewebe, das einer Strahlentherapie ausgesetzt wird oder wurde, erhöht sich die Komplikation einer Kapselfibrose auf bis zu 50%. In diesem Fall stehen jedoch noch sämtliche weiteren Behandlungsoptionen zum Brustaufbau offen. Deswegen bevorzugen viele Patientinnen zunächst diese Lösung.


Tram-FLAP / DIEP-FLAP, Perforatorlappen:

Für die Brustrekonstruktion von vollen Brüsten ist die Verwendung von Eigengewebe des Unterbauchs geeignet. Früher wurde das Gewebe an einem Muskel gestielt, diese Technik erzeugte oft beträchtliche Schäden an der Spenderregion (schmerzhafte Hernien am Unterbauch) und wurde durch die freie mikrochirurgische Transplantation ersetzt. Bei diesem Verfahren, das nur von speziell ausgebildetetn Plastischen Chirurgen an Kompetenzzentren durchgeführt wird, werden die Gefäße mikrochirurgisch adaptiert. Die Durchlutungssituation des Transplantates muß für mindestens 3 Tage kontrolliert werden. Früher konnte durch diese Op durch Mitnahme eines Muskelanteils eine Schwächung der Bauchdecke resultieren, die modernen Verfahren der Perforatorlappentechniken verwenden jedoch nur noch die durch einen Muskel dringenden Einzelgefäße. Diese Verfahren sind für die Spenderregion am Schonendsten.   

Latissimus dorsi-Flap:

Bei schlanken Patientinnen mit kleineren Brüsten kann auch Haut-Muskel-Gewebe vom Rücken an die Brust transplantiert werden. Bei dieser Technik ist häufig ein Volumenausgleich mit einem Implantat notwendig.


Brustrekonstruktionen mit Eigengewebe erzeugen Hebedefekte (Narben) am Unterbauch bzw. am Rücken, außerdem ist eine Verlängerung der Operationszeit sowie eine längere Rekonvaleszenz-Dauer für den aufwendigen, jedoch sehr natürlichen und dauerhaften Brustaufbau zu berücksichtigen.


Brustrekonstruktion mit Eigenfett (lipoaugmentation, breast lipomodelling):

Für Patientinnen, die sich mit Fremdmaterial im Körper unwohl fühlen, die das Risiko einer Kapselfibrose scheuen, oder die bereits eine Kapselfibrose erlitten haben, steht mittlerweile eine alternative Therapie zur Verfügung. 

Diese in Deutschland noch kaum verbreitete - aber im Ausland von einigen spezialisierten Arbeitsgruppen seit vielen Jahren mit Erfolg praktizierte Methode - eignet sich zur Brustvergrößerung, zum Brustaufbau nach einer Krebsoperation sowie zur Abmilderung sichtbarer Implantatränder.

Bei der Eigenfettbehandlung wird an besonders geeigneten Spenderstellen Fett entnommen, nach einer speziellen Methode aufbereitet, und nach einem neuen, modifizierten Verfahren in die Brust eingebracht. Da sich das Fett zu einem gewissen Prozentsatz wieder abbauen kann, wird in der Regel etwas überkorrigiert. Man sollte mindestens zwei Behandlungen einplanen. In einer einzigen Behandlungssitzung kann am meisten Volumenzuwachs erzielt werden, wenn vorher ein spezieller externer Vacuum-BH angewendet wird. Der Vakuum-BH dient dazu, den Geweberaum zu vergrößern. Das Fett kann alleine - oder in einem Gemisch aus Fett und Stammzellen - transplantiert werden. Für die Behandlung mit Eigenfett alleine benötigt man keine Studienbedingungen, es ist ein seit vielen Jahren etabliertes Vefahren. Die Therapie mit Stammzellen wird derzeit nur unter streng kontrollierten Studienbedingungen mit Genehmigung der Ethikkommission und in universitärem Rahmen durchgeführt. Die Ergebnisse aus unserem Patientenkollektiv und die Berichte internationaler Fachkollegen sind vielversprechend.

Derzeit kursieren eine Vielzahl an negativer Bewertungen selbsternannter "Experten" im Internet. Wir möchten jedoch darauf hinweisen, daß in Deutschland nur ein ganz kleiner Kollegenkreis nach dieser Methode operiert. Erstaunlicherweise ist die oben geschilderte Methode  in Deutschland, teilweise auch auf Europa beziehend, noch nicht ausreichend bekannt. Viele der Berichte in den diversen Foren beziehen sich auf die alte, wenig erfolgreiche Methode der Brustvergrößerung mit Eigenfett, die seit über 7 Jahren kaum noch angewendet wird. Wenn sich mehr Operateure über die aktuelle Behandlungsmethode informieren würden und sie auch  persönlich anwenden würden, könnte bald wieder eine sachliche und zielführende klinische Diskussion geführt werden. In unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie in Frankfurt treffen mittlerweile auch viele Anfragen von Patienten ein, die von ihrem Operateur "mal kurz" Eigenfett in die Brust bekommen sollen. Wir wissen, daß in Deutschland nur ein Kollegenkreis von ca 3-4 Personen eine Ausbildung in dieser Art von Op besitzt und können jeder Patientin nur dringend abraten, sich als "Versuchskaninchen" zur Verfügung zu stellen. Kollegen, die keine Ausbildung in dieser speziellen Art von Op besitzen rufen eine Menge Komplikationen hervor und bringend diese schöne OP in Verruf. Wir werden in Kürze mit einer Akademie beginnen, die Fachärzte für Plastische Chirurgie und nur diese Kollegengruppe in der Op- Technik ausbildet.

Bei der modernen Methode wird das aufbereitete Eigenfett nicht in die Brustdrüse, sondern unter die Haut gegeben. Eine Knotenbildung in der Brust(drüse), wie oft angeführt, kann mit dieser Methode logischerweise nicht hervorgerufen werden.  Wir weisen auch darauf hin, dass mit der von uns angewendeten Methode die Bildung von Knoten und Verhärtungen nur noch zu einem geringen Prozentsatz vorkommt. Das Risiko einer Kapselfibrose bei der Brustvergrößerung durch Silikongelimplantate  liegt weitaus höher. Diese Knoten sind unter der Haut lokalisiert und können in einem kleinen ambulanten Eingriff in Lokalanästhesie problemlos entfernt werden.

Eine Basismammografie ist bei uns vor jeder Brustvergrößerung klinischer Standard.

Bei einer Brustvergrösserung mit Eigenfett wird bei uns zusätzlich am Institut für Radiologie der Universitätsklinik Frankfurt eine Kernspinnuntersuchung vor der Operation, sowie zusätzlich 6 und erneut nach 12 Monaten nach dem Eingriff durchgeführt. Ein geübter Radiologe kann problemlos eine Verhärtung oder eine Makrokalzifikation bei einer Brustvergrößerung durch Eigenfett von einem anderen Tumor oder einer ernstzunehmenden Veränderung unterscheiden. Dies ist seit langem bekannt und wird mittlerweile auf jedem Kongress vorgetragen.

Die Ablehnung der Methode der Brustvergrösserung mit Eigenfett aus Gründen der reduzierten Beurteilbarkeit und Sicherheit zeigt eine mangelnde Kenntnis des aktuellen internationalen Wissenstandards an. Dieses Wissen könnte sich von  Fachkollegen problemlos durch den Besuch eines geeigneten Kongresses angeeignet werden.

Lesen Sie auch unsere Pressemitteilung zu diesem Thema.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mamillen-Rekonstruktion:

Für die Wiederherstellung des Brustwarzen-Komplexes mit Warzenhof bieten sich verschiedene hervorragende Techniken an, die eine äußerst naturgetreue Nachbildung erlauben. 

Eine Variante dieser Op- Techniken
Die zweite Variante erstreckt sich auf die Möglichkeit, direkt an der rekonstruierten Brust durch lokale Läppchenplastik eine neue Brustwarze zu rekonstruieren. Die moderne Plastische Chirurgie hat uns mannigfaltige Designs für diese lokale Läppchen beschert.

Der Warzenhof wird in diesem Fall durch Tätowierung der Farbe der Gegenseite angepasst. 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Dr. Petra Berger, Fachärztin für Plastische Chirurgie und ordentliches Mitglied der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen DGPRÄC (ehemals VDPC). Sie nimmt sich gern die Zeit für ein  ausführliches Beratungsgespräch.

Alle Operationen werden von Frau Dr.Petra Berger persönlich in einem unserer Operationszentren und Kliniken in Frankfurt, Taunus und Rhein-Maingebiet (Hessen) ausgeführt.








 

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