Der in der Wissenschaft sehr umstrittene, so genannte âG-Punktâ bezeichnet eine Stelle in der Scheide, die sehr sensibel auf sexuelle Stimulation reagiert. Benannt ist diese Region nach dem deutschen Arzt Ernst GrĂ€fenberg, der 1950 in einem Artikel von einer âerogenen Zone in der vorderen Vaginalwand, entlang der Harnröhre, die bei sexueller Stimulation anschwilltâ schreibt. Die Zone liegt etwa 4- 5 cm vom Scheideneingang entfernt, an der Vorderwand der Scheide und hat ungefĂ€hr die GröĂe einer MĂŒnze. Die die Empfindlichkeit dieser Stelle kann sehr variabel sein. Bei Stimulation kann es zur Produktion eines klaren Sekretes kommen, das sich ĂŒber DrĂŒsengĂ€nge aus der Scheide oder ĂŒber die Harnröhre entleert. Dieses PhĂ€nomen wird auch âweibliche Ejakulationâ beschrieben.
Die VergröĂerung dieser Stelle, mit z.B. HyaluronsĂ€ure (abbaubar) oder Eigenfett (nicht abbaubar)wurde in mehreren europĂ€ischen klinischen Studien untersucht und es wurde ein signifikanter Anstieg des Lustgewinnes der Patientinnen verzeichnet.
Die VergröĂerung des G- Punktes wird durch Unterspritzung mit Eigenfett (Lipostructuring, Lipomodelling) oder durch Unterspritzung mit HyaluronsĂ€ure (abbaubar) erreicht. Angestrebt wird eine Volumenzunahme des G- Punktes auf das Doppelte der ursprĂŒnglichen GröĂe, um eine ausreichende Stimulationssteigerung beim Geschlechtverkehr zu erzielen.
Ein stationĂ€rer Aufenthalt ist nicht nötig, der Eingriff wird ambulant durchgefĂŒhrt. Die Unterspritzung des G- Punktes mit HyaluronsĂ€ure dauert nur wenige Minuten, allerdings baut sich die Substanz nach ca. 9 Monaten wieder ab. Eine VergröĂerung durch Unterspritzung mit eigenem Fettgewebe (Lipostructuring/Lipomodelling) kann lĂ€nger dauern. Eine Wundkontrolle mit Verbandswechsel wird am Tag nach der Operation empfohlen.
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